Der Klein Rönnauer Sportverein wurde am 27. Mai 1974 von Einwohnern des Dorfes gegründet, um vor allem der Dorfjugend die Möglichkeit zu bieten, vor der Haustür Sport zu treiben. Die Mitgliederzahl stieg anfangs rasant und sehr schnell wurde der SCR zum sportlichen Sammelpunkt für einen wesentlich größeren Einzugsbereich. Nach gerade einmal acht Jahren hatte der Verein mehr Mitglieder als Klein Rönnau Einwohner. Mittlerweile gehören ihm fast 1900 Menschen an. Damit ist der SC Rönnau der größte Sportverein im Großraum Bad Segeberg. Aus Klein Rönnau stammt nicht einmal mehr ein Viertel der Mitglieder, die meisten haben ihren Wohnsitz in den umliegenden Orten, insbesondere natürlich in Bad Segeberg.

 

Der SC Rönnau sieht sich vorrangig als Breitensportverein für jung und alt. Er bietet alle geläufigen Sportarten wie zum Beispiel Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis oder Kinderturnen an. Aber auch ausgefallenere Sportarten wie Jiu-Jitsu, Bogenschießen, orientalischer Tanz, Tauchen, Tango Argentino und Hockey  haben ihren Platz im Programm. Der Leistungssport hat im SCR vor allem dann seine Bedeutung, wenn er nicht mit außergewöhnlichen finanziellen Belastungen verbunden ist. So spielte beispielsweise die Volleyball-Damenmannschaft mehrere Jahre in der Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Schleswig-Holsteinische, norddeutsche und deutsche Meister gibt es regelmäßig bei unseren jugendlichen Keglern und Leichtathleten zu feiern.

 

Das Haus Rönnau mit seiner kleinen Mehrzweckhalle und seinen umliegenden Anlagen (zwei Rasen- und ein Kunstrasenplatz, sechs Tennisplätze) steht im Zentrum des Vereinslebens. Mehr als die Hälfte unserer Mitglieder geht ihrer sportlichen Betätigungen entweder im (Kinderturnen, Jazztanz, Gesellschaftstanz, Orientalischer Tanz, Rückengymnastik) oder um (Fußball, Tennis, Hockey, Walking) das Haus Rönnau nach. Auch Vereinsversammlungen wie die Jahreshauptversammlung werden dort abgehalten. So war es nahe liegend, dass vor einigen Jahren auch die Geschäftsstelle des Vereins in das Gebäude verlegt wurde.

 

Die sportlichen Höhepunkte eines Jahres liegen in der regelmäßigen Durchführung diverser lokaler Turniere: das "Roman-Büttner-Turnier" (Jugendfußball) die "Rönnau Open" (Tennis) und die "Hirschjagd" (Bogenschießen). Aber auch sportliche Highlights werden gerne organisiert, wie etwa das Hockey-Länderspiel der Herren-Nationalmannschaften Deutschlands (Weltmeister) und Spaniens (Europameister) zur Einweihung des Kunstrasenplatzes im August 2006 oder ein Benefiz-Fußballspiel im Juli 2007 gegen die Uwe-Seeler-Prominentenelf.

 

Der Sportbetrieb wird im SC Rönnau schon seit langem auch als Weg zur Schaffung und Pflege vielfältiger Kontakte gesehen. Einerseits gibt es Sparten übergreifende vereinsinterne Veranstaltungen wie das alljährliche Kinderferienlager an der Ostsee oder den Jugendtag, andererseits auch gemeinsam mit anderen Klein Rönnauer Vereinen organisierte Feste wie den Tanz in den Mai oder im Herbst den Laternenumzug. Am attraktivsten für alle Teilnehmer sind jedoch wohl die regelmäßigen Auslandskontakte diverser Sparten nach Frankreich, Ungarn und Dänemark. Insbesondere unsere jugendlichen Mitglieder lernen so sehr früh und "spielerisch" Verständnis für Menschen anderer Nationen zu entwickeln.

 

In organisatorischer Hinsicht hat sich der SC Rönnau vor Jahren kreisweit einen Namen durch Einführung des so genannten "Rönnauer Modells" gemacht. Der SCR war der erste Verein im Kreis Segeberg, der die klassischen Vorstandsposten eines Vereins abschaffte und statt dessen gleichberechtigte Vorstandsmitglieder einführte. Zahlreiche Vereine im Kreis, insbesondere die mitgliederstarken, haben diese Organisationsform inzwischen übernommen.

 

Da die Finanzierung eines Sportvereins durch Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse aus öffentlichen Kassen nur noch schwer möglich ist, wurde vor wenigen Jahren der Verein "Förderer des SC Rönnau 74 e.V." gegründet. Ziel dieses vom SCR völlig getrennt agierenden Fördervereins ist es, über Werbemaßnahmen und andere Aktivitäten Gelder insbesondere für die Jugendarbeit im Sportverein einzuspielen.